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Apple Music

Apple Music auf Ihrem Mac: Titel und Daten

Titel zähmen und falsche Daten korrigieren.

Von   Uhr
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Viele Probleme mit der Apple-Music-Mediathek gehen auf Metadaten zurück. Das sind Infos in einer Musikdatei, die der Musik-App (oder anderen Apps) verraten, wie der Titel heißt, wer ihn gemacht hat und wann er erschienen ist. Falsche Angaben führen dazu, dass Alben in falscher Reihenfolge laufen, Titel oder Interpret nicht stimmen oder Stücke von Kompilationen auseinandergerissen werden. All das lässt sich über „Informationen“ beheben – ebenso wie Suchprobleme, Lautstärkeunterschiede und sogar die automatische Klanganpassung einzelner Titel.

Herbst-Angebot

Wie importiere ich Playlists aus anderen Streamingdiensten?

(Bild: Screenshot)

Apple macht den Umzug von Playlists einfach – Sie brauchen dafür aber ein iPhone oder iPad. Tippen Sie unter „Einstellungen > Apps > Musik“ auf „Musik von anderen Diensten übertragen“. Es stehen Amazon Music, Deezer, Spotify, YouTube Music und TIDAL zur Wahl. Wählen Sie den Quelldienst, melden Sie sich im nächsten Schritt dort an und entscheiden Sie dann, ob Sie Ihre komplette gesicherte Mediathek oder nur ausgewählte Playlists übertragen möchten.

Wie importiere ich Musik von CD oder Schallplatte?

(Bild: Screenshot)

Hat Ihr Mac ein CD-Laufwerk, importieren Sie CDs direkt in „Musik“. Legen Sie unter „Einstellungen > Dateien > Importeinstellungen“ die Qualität fest; sofern der Speicherplatz reicht, ist „Apple Lossless-Codierer“ die beste Wahl. Kassetten und Schallplatten sind analog, hier brauchen Sie ein USB-Audiointerface für den Plattenspieler. Nehmen Sie die Musik mit einer Gratis-App wie Audacity auf und holen Sie die Dateien über „Ablage > Importieren“ in „Musik“.

Wie korrigiere ich falsch benannte Alben und Titel?

Am einfachsten korrigieren Sie die Angaben zu einem einzelnen Titel, indem Sie ihn in „Musik“ auswählen und [cmd]+[I] drücken, um das Infofenster zu öffnen. Dort lassen sich sämtliche Titeldaten bearbeiten – darunter Interpret, Genre und die Wiedergabereihenfolge im Album. Im Tab „Sortieren“ legen Sie fest, wie die Musik-App den Titel einsortieren soll. Hier warten weitere nützliche Optionen, etwa die Möglichkeit, die Lautstärke nur für diesen Titel anzupassen oder ihm ein bestimmtes EQ-Preset zuzuweisen. Steht viel Arbeit an, lagern Sie sie aus: Apps wie MusicBrainz Picard (musicbrainz.org) automatisieren das Aufräumen selbst riesiger Mediatheken, spüren Fehler auf und beheben sie sofort.

Fünf Helfer für Apple Music

Doug’s AppleScripts

Preis: kostenfrei
Web: dougscripts.com

Dougs Skripte sind alte Bekannte. Mit ihnen zaubern Sie auf vielerlei Art: Playlists organisieren, Titel aufspüren, die in keiner Playlist stecken, Albumcover in Ordnersymbole verwandeln, ein Album mit Pause in zwei „Seiten“ teilen, Sternebewertungen löschen, die Groß- und Kleinschreibung von Tags ändern und vieles mehr. Ein exzellentes Werkzeugset für Power-User.

Audacity

Preis: kostenfrei
Web: audacityteam.org

Sie wollen Kassetten oder LPs vom angeschlossenen Platten- oder Kassettenspieler digitalisieren? Dann ist Audacity das Werkzeug. Die App nimmt Musik auf und bearbeitet sie – für Band und Vinyl eignet sie sich dank der eingebauten Rauschfilter besonders gut: Die justieren Sie gegen Rumpeln und Bandrauschen. Danach exportieren Sie in ein Format, das „Musik“ versteht.

iVolume

Preis: 34,99 Euro
Web: mani.de

iVolume geht die Lautstärke von iTunes- und Musik-Titeln clever an: Statt ein Limit zu setzen, analysiert das Programm, wie laut jeder Song klingen wird, und passt den Pegel entsprechend an. Wir nehmen Frequenzen unterschiedlich wahr – was für einen Computer laut klingt, wirkt auf unser Ohr womöglich leiser und umgekehrt. iVolume merkt sich die Analyse jedes Songs.

MusicBrainz Picard

Preis: kostenfrei
Web: musicbrainz.org

Picard ist der offizielle Tagger der MusicBrainz-Datenbank – und ein Segen für unordentliche Mediatheken. Die App analysiert Ihre Dateien per akustischem Fingerabdruck, findet selbst bei fehlenden Tags das passende Album und schreibt saubere Metadaten samt Coverbild zurück. Kompilationen bleiben zusammen, Schreibweisen und Umlaute vereinheitlicht sie gleich mit.

SongShift

Preis: kostenfrei (In-App-Käufe möglich)
Web: songshift.com

Apple hat das Übertragungssystem von SongShift in Apple Music integriert. Sie holen Mediathek und Playlists also von konkurrierenden Streamingdiensten herüber – allerdings nur in eine Richtung. Wollen Sie umgekehrt Playlists von Apple Music zu einem anderen Dienst umziehen, installieren Sie dazu einfach die App SongShift auf Ihrem iPhone.

So geht’s: Playlists und intelligente Playlists

1: Auswahl vorbereiten

(Bild: Screenshot)

Um in „Musik“ auf dem Mac eine Playlist anzulegen, klicken Sie mit [ctrl] auf einen Titel und wählen „Zur Playlist hinzufügen > Neue Playlist“ – oder Sie gehen in der Menüleiste auf „Ablage > Neu > Playlist“. Wir nehmen Weg zwei.

2: Liste benennen

(Bild: Screenshot)

Hier haben Sie zwei Möglichkeiten, eine wichtige und eine optionale: Geben Sie der Playlist einen aussagekräftigen Namen und fügen Sie auf Wunsch ein Bild hinzu, das in der Musik-App als Miniatur erscheint.

3: Songs hinzufügen

(Bild: Screenshot)

Ihre neue Playlist taucht in der Seitenleiste auf. Songs fügen Sie nun hinzu, indem Sie sie markieren und auf die Playlist ziehen – so machen wir es hier – oder indem Sie mit [ctrl] darauf klicken und die passende Liste auswählen.

4: Noch intelligenter

(Bild: Screenshot)

Intelligente Playlists sind großartig: Sie sind im Grunde gesicherte Suchen, die sich selbst aktualisieren – und es stehen jede Menge Kriterien zur Verfügung. Los geht es über „Ablage > Neu > Intelligente Playlist“.

5: Regeln aufstellen

(Bild: Screenshot)

Intelligente Playlists beruhen auf Regeln, die Sie festlegen. Erstellen wir die erste: Wir suchen Titel, die vor einem bestimmten Datum zuletzt liefen. Also wählen wir im ersten Menü „Zuletzt gespielt“ und im nächsten „ist vor“.

6: Regeln stapeln

(Bild: Screenshot)

Sie sind nicht auf eine Regel beschränkt: Ein Klick auf das Plus-Symbol fügt die nächste hinzu. Wir schließen das Genre „Hörbuch“ aus sowie alle Titel, die wir als Favoriten markiert haben. Das Minus entfernt Kriterien.

7: Bild aussuchen

(Bild: Screenshot)

Beim Sichern der intelligenten Playlist oder über „Bearbeiten“ können Sie eine Miniatur wählen – darunter eine Collage aus Coverbildern sowie einige allgemeine Motive. Auch Name und Beschreibung geben Sie hier ein.

8: Sortierung ändern

(Bild: Screenshot)

Bei manchen intelligenten Playlists, etwa datumsbasierten, liefert die Musik-App erst viele Titel eines Interpreten und dann viele des nächsten. Das ändern Sie unter „Regeln bearbeiten“ und der Option „sortiert nach“.

9: Automatisch aktuell

(Bild: Screenshot)

Solange Sie in den Regeln der intelligenten Playlist nicht „Automatisch aktualisieren“ deaktiviert haben, frischt sich die Playlist bei jedem Öffnen und Abspielen selbst auf – und bleibt damit stets auf dem aktuellen Stand.

Die besten Tricks für Apple Music

Dieser Artikel ist Teil unserer Serie „Die besten Tricks für Apple Music“. Hier finden Sie die weiteren Artikel:

Sven T. Möller // Layouter & Redakteur
Sven T. Möller

Wenn jemand bei der Mac Life Ordnung ins Chaos bringt, dann ist es Sven T. Möller – und das gleich in doppelter Hinsicht. Als Layouter gibt er jeder Ausgabe ihre unverwechselbare Gestalt, als Redakteur sorgt er dafür, dass Apple-Themen mit der nötigen Tiefe behandelt werden. Sven ist seit Mitte der 2000er Jahre an Bord und damit eines der echten Urgesteine des Teams. Smarthome beschäftigt ihn als Eigenheimbesitzer mit besonderer Ernsthaftigkeit – und gelegentlich auch Frustration. Außerdem ist er mit Leidenschaft Musikhörer, wobei „hören“ bei Sven gerne auch als „beschallen“ interpretiert werden darf: Tests etwa für Bluetooth-Lautsprecher verantwortet er, frei nach dem Motto „je größer und lauter, desto besser“. Sven ist Mitbegründer und Co-Host des Apple-Podcasts Schleifenquadrat.

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